Zucht/Breeding

Autor: Personal
Deutsche Bescheibung: English description:
Allgemein: Hier folgt eine Beschreibung meiner Zuchtversuche, insbesondere des 9ten und 10ten, bei denen die ersten Nachzuchten das Land erreichten.

Die Terrarien:
Seit September 2010 haben meine Landeinsiedlerkrebse ein großes Terrarium zur Verfügung, welches 2011 nochmals erweitert wurde. Auf insgesamt fast 2m² Grundfläche haben sie einen großen Waldteil zur Verfügung und einen Strandteil, in dem ein kleines Meerwasserbecken integriert ist, das ca. 60 Liter Wasser fast.
Bilder und eine ausführliche Beschreibung stehen auf der Seite: Terrarium.

Seit die Tiere das große Meerwasserbecken zur Verfügung haben, gab es jedes Jahr mehrere Eiablagen.

Das schräge Becken ist der Waldteil, der ca. 0,45-1,2 m hoch, 1,70 m tief und 0,8 m breit ist. Das andere Becken mit dem integrierten Meerwasserbecken ist 1,2 m hoch, 0,4 m tief und 1,2 breit. Beide sind miteinander verbunden, so dass die Tiere von einem ins andere wechseln können.

Vergesellschaftet sind die Landeinsiedler mit Asiatischen Hausgeckos (Hemidactylus frenatus) und Marmorkrabben (Metasesarma obesum), früher auch mit Halloweenkrabben (Gecarcinus quadratus).

Bilder zu den bisherigen Beschreibungen:

In general: Description of my tries to breed land-living hermit crabs, especially the tries 9 and 10, when some of them made it on land.

My tanks: Since September my crabs are living in a big self-build tank, which was extended in 2011. You can see pictures of those connected tanks at „Terrarium“ (Description is only German).

The size of the area (both tanks together) is about 2,4 square yard. The bigger one is about 5.9 foot long, 2.6 foot wide and between 1.5 and 3.9 foot high. This is the „woodland“.

The smaller one is about 3.9 foot long, 1.3 foot wide and 3.9 foot high. This is the „beachside“. In this tank is a 2.1 cubic foot salt-water tank (15.8 US-gal/ 13.2 UK-gal).

Both tanks are connected, so the hermits can decided, whether they like to stay at beach or in the wood area. In both tanks are small bowls with salt and fresh water.

I use real plants, for a better damp climate, with only one exception.

There are other animals, which share the tank:

Asian geckos (Hemidactylus frenatus), batik crabs (Metasesarma obesum), and some time ago a pair of halloween crabs (Gecarcinus quadratus).

Some pictures belonging to the text above:

Garage05

Bellatrix003

Terra27

20121104

20120405b

Gecarcinus quadratus

Untermieter03Hemidactylus frenatus

Marmorkrabben_nahMetasesarma obesum

Das Schwierige an der Aufzucht von Landeinsiedlerkrebsen ist, dass die Larven einige Wochen im Meer leben, bevor sie sich Häuser suchen und an Land gehen.

Als Larve durchleben sie mehrere Häutungen und sowohl die Häutungen als auch die Haussuche und der Landgang, sind jeweils kritische Phasen.

In einer kleinen Wasserschale ersticken die Larven schnell, da der Sauerstoff rasch verbraucht ist. Mein Meerwasserteil bietet da natürlich erst mal bessere Überlebenschancen.

Die Aufzucht selbst erfolgt dann aber in einer separaten Anlage.

Foto von einigen jungen Larven (vergrößert!):

To nurse larvae is difficult and needs a lot of time and engagement, because the larvae live in salt water for some weeks, until they get houses and walk onto beach.

The larvae molt several times and this molting, the search for a fitting house and the transition from water to land are difficult phases.

In a small waterbowl they suffocate soon, because of the few oxygen. Of cause the volume of my salt-water tank gifts them a better start.

For the raising of the larvae, I use separate tank.

 

This is how little larvae look like (enlarged):

DSCI0743kl

Ideal ist für die meisten Larven, wenn sie durch eine Wasserströmung in Bewegung blieben oder es einen Punkt gibt, wo sie ins Schwebe stehen können. Besonders geeignet dafür sind sogenannte Kreiselbecken.

Ein Kreiselbecken kann auf unterschiedliche Art aufgebaut werden.

Es ist gut möglich aus einem Eimer, aus Kunststoffdosen oder einem Plexiglasrohr mit großem Durchmesser einen Kreisel selbst zu bauen.

Eine besonders teure Lösung wäre die Anschaffung eines speziellen Aquariums, wie es für Quallen im Handel erhältlich ist.

Die einfachst Lösung, die ich derzeit nutzte, sind passende Glasvasen.

Das Grundprinzip ist immer das selbe: Man erzeugt eine Strömung,  entweder durch eine Wasserströmung oder durch einen Luftschlauch, durch den Luftblasen strömen und so das Wasser  zum Rotieren bringen.

Zum Beheizen des Wassers kann man so ein Becken dann in ein Aquarium stellen, und mittels Heizung Umgebungswasser, den Kreisel beheizen.

Hier ein paar Bilder und ein Schema, wie man Kreiselbecken realisieren kann:

It seems best for the larvae, if they can float in the water and do not sink to the ground.

Therefore Kreisel-tanks are perfect. A Keisel-tank is a round tank, in which the water circulates.

You can make a Kreisel-tank become reality in differed ways.

You can use a bucket, cookie or fruit gum boxes to build one on your own.

Or you can buy a Lucite or Perspex tube and cover the ends.

If you have luck, you can get a glass vase like I did (see pictures below).

To circulate the water I use an air tube. The bubbles rotate the water. An other way to make the water flow, is to use a little pump, but that can be dangerous for the larvae.

To heat the water, it’s the simplest way, to put the Kreisel-tank into another tank, in which you heat the surrounding water.

Now I only use the glass vases, got five of them! But I still own the others. Anyway, you never know, how much larvae you get. 😉

The following pictures gives you an impression of the tanks I used before.

Acrylglasröhre als Kreisel | Lucite or Perspex tube

20121111f

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Glasvase | glass vase

kreiselvase

Keks- oder Fruchtgummidosen | cookie or fruit gum box

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Kreisel_Nr2

Rahmenbedingungen:

Die Dichte des Meerwassers sollte bei 1,022-1,026 liegen, also grob 33-35g pro Liter. Am besten natürlich genau so, wie in dem Wasser, in welchem die Larven schlüpften.  Bei Wasserwechseln ist darauf zu achten, dass die Dichte des neuen Wassers von der des alten nicht abweicht.

Die Temperatur im Wasser sollte um die 24-26°C liegen. Wegen eines Wetterhochs hatte ich teilweise noch höhere Werte, bei denen die Sterblichkeit der Larven zwar an stieg, doch solange die Änderungen langsam verlaufen, passen sich die Larven in der Regel auch an höhere oder niedrigere Temperaturen an. Langfristig sollten aber besser die oben genannten Werte eingehalten werden.

Da sich die Larven zum Licht ziehen, kann man eine zusätzliche Beleuchtung für die Nacht anbringen, um zu verhindern, dass die Larven sonst auf den Boden sinken. In meinen gelungenen Nachzuchtversuchen hatte ich jedoch keine zusätzliche Beleuchtung, da die Kreiselbewegung annähernd perfekt war.

Als Futter eigenen sich idealer Weise frisch geschlüpfte Larven des Salinenkrebses (Artemia salina).

Zwischen diesen Krebslarven schwimmen frisch geschlüpfte Salinenkrebse (Mikroskopaufnahme):

Parameters:

The concentration of the salt-water should be between 1,022-1,026.  Most likely the same, which you use in your salt-water dish. It’s bad for the larvae if the concentration of the salt-water changes.

1.025 is a salinity of 3.5% (35 g/L, or 599 mM).

The temperature should be between between 24-26°C (75.2-78.8°F). In fact, in my last successful breeding I had temperatures some degrees below an above, but those changes had been during a long time period. Because of the hot weather the highest temperature had been 30°C (86°F). The mortality rate is higher the higher the temperature grows. Over a long-term it’s better to adjust the temperatures I mentioned in the first line.

In earlier tries I used light in the night, to prevent the larvae from sinking to the ground of the tank. But since the rotation in the glass-vases are nearly perfect, I didn’t use an extra light in my last tries.

I feed the larvae form my hermits with freshly hatched larvae from brine shrimp (Artemia salina).

The picture shows freshly hatched brine shrimp between some hermit-larvae:

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Benutzt man reines Meerwasser, muss man täglich zwischen 20-50% Wasserwechsel machen, damit das Wasser nicht zu dreckig wird. Es ist dann zu empfehlen, nicht zu viele Larven in einem Behälter zu pflegen. Auf 1 Liter maximal bis zu 50 Tiere, besser weniger.

Benutzt man zusätzlich Algen wie Nannochloropsis salina in größer Konzentration (das Wasser wirkt grün), kann der Besatz höher sein und auch die Wasserwechsel sind weniger oft und von der Menge geringer nötig.

Grundsätzlich sollte man immer einen Blick auf die Wasserwerte haben und entsprechende Messtests nutzen.

Kreisel mit unterschiedlicher Algenkonzentration und Larven im „Grünwasser“:

With clear salt-water you should daily change 20-50% with new salt-water, because it’s getting dirty very fast. In clear salt-water should not bee more than 50 larvae per liter.

Using algae like Nannochloropsis salina in a higher concentration (the water look green) helps to stabilise the water. The amount of larvae can bee much higher and the period in which the water has to bee refreshed is much longer.

But anyway, it’s always good to know the exact water-parameters an use regular tests for fish-keeping.

 

Keisel-tanks with diverse concentrations of algae and some larvae in „green-water“:

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Entwicklung der Larven (Versuch 10):

Bilder zu den verschiedenen Becken folgen nach der Auflistung.

Tag 1 (25.07.2015): Geschätzt 15.000-20.000 Larven

Tag 7: Größere Verluste im reinen Meerwasser, insgesamt noch um die 15.000 Larven, die meisten im Stadium Zoea 2

Tag 10: Stadien Zoea 2 und Zoea 3, um die 12.000 Larven

Tag 13: Stadium Zoea 3 und die ersten Zoea 4, noch um die 9.000 Tiere

Tag 16: Erste Zoea 4 gesichtet, sicher noch um die 8.000 Larven

Tag 18: Erste Zoea 5 beobachtet, schätzungsweise noch wenigstens 7.000 Larven

Tag 20: Erste Megalopa – leider tot!

Tag 21: Teilzählung und Schätzung ergeben noch um die 5.000 Larven, 5 Megalopas ins Riffbecken separiert

Tag 22: 13 weitere Megalopas

Tag 23: 21 weitere Megalopas

Tag 24: 40 weitere Megalopas

Tag 25: 45 weitere Megalopas

Tag 26: 63 weitere Megalopas

Tag 27: 15 weitere Megalopas (insgesamt bisher 202), noch 2058 Larven

Tag 28: Die Megalopas werden nicht weiter aus den Kreiseln separiert. Die ersten Megalopas im separaten Becken suchen sich Häuser.

Tag 37: 3 Megalopas in Häusern ins Übergangsbecken umgesetzt.

Tag 38: Erster Landgang eines Tieres im Übergangsbecken! Weitere 23 Megalopas in Häusern vom Riff- ins Übergangsbecken umgesetzt. Alle Megalopas aus den Kreiseln in das Riffbecken umgesetzt.

Tag 39: Weitere 12 Megalopas in Häusern vom Riff- ins Übergangsbecken umgesetzt.

Tag 40: Weitere 3 Megalopas in Häusern vom Riff- ins Übergangsbecken umgesetzt.

Tag 41: 8 Tiere, die an Land waren, vom Übergangsbecken in ein Terrarium umgesetzt. Weitere 3 Megalopas in Häusern vom Riff- ins Übergangsbecken umgesetzt.

Tag 42: 12 Tiere, die an Land waren, vom Übergangsbecken in ein Terrarium umgesetzt. Weitere 4 Megalopas in Häusern vom Riff- ins Übergangsbecken umgesetzt.

Tag 43: Weitere 3 Megalopas in Häusern vom Riff- ins Übergangsbecken umgesetzt.

Tag 44: 2 Tiere, die an Land waren, vom Übergangsbecken in ein Terrarium umgesetzt. Weitere 4 Megalopas in Häusern vom Riff- ins Übergangsbecken umgesetzt.

Tag 45: 3 Tiere, die an Land waren, vom Übergangsbecken in ein Terrarium umgesetzt. Weitere 1 Megalopa im Haus vom Riff- ins Übergangsbecken umgesetzt.

Tag 46: Ein Krebs mehr an Land ins Terrarium umgesetzt.

Tag 47: Weitere 3 Megalopas in Häusern vom Riff- ins Übergangsbecken umgesetzt.

Tag 48: 4 Tiere, die an Land waren, vom Übergangsbecken in ein Terrarium umgesetzt.

Tag 50: 2 Tiere, die an Land waren, vom Übergangsbecken in ein Terrarium umgesetzt. Weitere 2 Megalopas im Haus vom Riff- ins Übergangsbecken umgesetzt.

Tag 52: 1 weitere Megalopa im Haus vom Riff- ins Übergangsbecken umgesetzt.

Tag 54: 1 Tier, das an Land war, vom Übergangsbecken in ein Terrarium umgesetzt. Weitere 2 Megalopas im Haus vom Riff- ins Übergangsbecken umgesetzt.

Tag 55: 1 weitere Megalopa im Haus vom Riff- ins Übergangsbecken umgesetzt. Weitere 3 Megalopas im Haus vom Riff- ins Übergangsbecken umgesetzt.

Tag 58 (21.09.2015): Eine letzte Megalopa noch ohne Haus (!) ins Übergangsbecken umgesetzt.

Bis jetzt insgesamt:

40 kleine Krebse an Land und noch wenigstens 8 im Übergangsbeckens.

20.10.2015: Es leben noch wenigstens um die 24 Tiere im Terrarium. Die letzten Megalopa haben den Schritt an Land leider nicht geschafft.

25.11.2015: Ab heute steht für mich fest, dass es sich eindeutig um C. clypeatus handelt!

Development of my larvae (trial 10):

For pictures of the different tanks, mentioned in the following text, see below.

Day 1 (07|25|2015): approximate 15.000-20.000 larvae

Day 7: high loses in the clear salt-water, still approximate 15.000 larvae, most of them in stage zoea 2

Day 10: stage zoea 2 and zoea 3, about 12.000 larvae

Day 13: stage zoea 3 and the first zoea 4, about 9.000 larvae

Day 16: first zoea 4, about 8.000 larvae

Day 18: first zoea 5, approximate 7.000 larvae

Day 20: first megalopa – unfortunately dead!

Day 21: counting the larvae of two tanks and estimated those of the other tank: still 5.000 larvae, 5 megalopas moved to the separate reef-tank.

Day 22: 13 more megalopas

Day 23: 21 more megalopas

Day 24: 40 more megalopas

Day 25: 45 more megalopas

Day 26: 63 more megalopas

Day 27: 15 more megalopas (together 202 so far), still 2058 larvae left (counted)

Day 28: Now the new megalopas stay in the Kreisel-tanks.  First megalopas are interested in shells/houses.

Day 37: 3 megalopas in houses transferred to a water-land-transition-tank

Day 38: One animal seen on land! 23 more megalopas in houses transferred to the transition-tank. All megalopas from the Kreisel-tanks moved to the reef-tank.

Day 39: 12 more megalopas in houses transferred to the transition-tank.

Day 40: 3 more megalopas in houses transferred to the transition-tank.

Day 41: 8 miniature-crabs, which stayed on land, transferred to a separate small tank. 3 more megalopas in houses transferred to the transition-tank.

Day 42: 12 miniature-crabs, which stayed on land, transferred to the separate small tank. 4 more megalopas in houses transferred to the transition-tank.

Day 43: 3 megalopas more megalopas in houses transferred to the transition-tank.

Day 44: 2 miniature-crabs, which stayed on land, transferred to the separate small tank. 4 more megalopas in houses transferred to the transition-tank.

Day 45: 3 miniature-crabs, which stayed on land, transferred to the separate small tank. 1 more megalopa in a house transferred to the transition-tank.

Day 46: one miniature-crab, which stayed on land, transferred to the separate small tank.

Day 47: 3 more megalopas in houses transferred to the transition-tank.

Day 48: 4miniature-crabs, which stayed on land, transferred to the separate small tank.

Day 50: 2 more megalopas in houses transferred to the transition-tank. 2 miniature-crabs, which stayed on land, transferred to the separate small tank.

Day 52: 1 more megalopa in a house transferred to the transition-tank.

Day 54: 2 miniature-crabs, which stayed on land, transferred to the separate small tank. 1 more megalopa in a house transferred to the transition-tank.

Day 55: 3 miniature-crabs, which stayed on land, transferred to the separate small tank. 1 more megalopa in a house transferred to the transition-tank.

Day 58 (09|21|2015): One last megalopa without a house (!) transferred to the transition-tank.

Total all for now:

40 little crabs on land and at least 8 in the transition tank.

10|20|2015: Still 24 little hermits are living on land and develop well.

11|25|2015: It’s certain now, they are C. clypeatus (PPs, Purple Pincher)!

Das Riffbecken (Sand, Muschelkritt und viele kleine Schneckenhäuser):

The reef-tank (sand, shellpieces and small shells):

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Das Übergangsbecken | transition-tank

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Kleines Terrarium | small tank

DSCI0916kl

DSCI0867kl

DSCI0027kl

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